Fallstudie

BV Zahlungssysteme:

Mehrwert für die Partner

Die Ausgangssituation

Bankpartner erhalten auf Basis von BT MPLS schnell, sicher und kostengünstig Zugriff auf das Dienstleistungsportfolio von BV Zahlungssysteme.

Die BV Zahlungssysteme GmbH mit Sitz in Köln, die im Jahr 2006 als Tochter der Bank- Verlag GmbH gegründet wurde, verfolgt die Realisierung und den technischen Betrieb von hochsicheren bankfachlichen IT-Anwendungen. Das Leistungsportfolio umfasst die drei Kernkompetenzbereiche „Cards“ (Automatenkarten und kartengestützte Zahlungssysteme), „eBanking“ (Electronic- Banking-Services und -Produkte/Trusted Services) sowie „Banking Applications Services“. Viele dieser Leistungen stellen einen de-facto- Standard dar, so etwa die zentrale Vergabe von PIN- und TAN-Nummern oder auch die Autorisierung von Geldautomaten für den Zugriff „externer“ Kunden, also Kunden anderer Banken. Darüber hinaus erarbeitet die BV Zahlungssysteme im Rahmen ihrer Beratungsleistungen auch kundenspezifische Konzepte und entwickelt Software-basierte Lösungen. Um ihren Bankpartnern, bei denen es sich vornehmlich um die Mitgliedsinstitute des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. handelt, die Leistungen künftig noch direkter zur Verfügung stellen zu können, entschloss sich die Gesellschaft zum Aufbau eines leistungsfähigen Extranets.

Die Kundenanforderungen

Schnell und zuverlässig, sicher, ausbaufähig und dabei für die angebundenen Nutzer auch noch kostengünstig – so lautete die ambitionierte Anforderungsliste der BV Zahlungssysteme in Bezug auf ihren geplanten neuen Netzwerkstandard. Bislang erreichte die Gesellschaft ihre Kunden, zu denen derzeit etwa 240 in ganz Deutschland ansässige Finanzinstitute gehören, über einen zwar einheitlichen, aber im Lauf der Jahre veralteten Technologiestandard, der weitestgehend auf X.25-Datenleitungen basierte. Stefan Breschinski, Geschäftsbereichsleiter Banking Applications Services der BV Zahlungssysteme, erläutert: „Die private Finanzwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Wir sehen unsere Services als wettbewerbsneutrale und wichtige Branchenplattform, dabei stellen wir höchste Ansprüche an unser Serviceniveau. Ab einem bestimmten Punkt bedingt dieser Anspruch natürlich auch die Anpassung unserer technologischen Infrastruktur.“ Das auf einem leistungsfähigen Standard basierende Extranet sollte nicht nur den schnelleren und günstigeren Austausch mit den Kunden ermöglichen, sondern darüber hinaus für die BV Zahlungssysteme auch die Grundlage für die Entwicklung zusätzlicher IP-basierter Dienstleistungen bilden.

Die Lösung

Mit der Netzwerktechnologie Multi- Protocol-Label-Switching (MPLS) basiert das neue Extranet auf einem hochmodernen Netzwerkstandard und verbindet – eingebettet in eine Virtual-Private-Network- Struktur (VPN) – hohe Übertragungsgeschwindigkeiten mit höchster Sicherheit.

Da die Sicherheits- bzw. Verfügbarkeitsanforderungen im Bankenumfeld besonders hoch sind, überlässt das Projektteam bei der Umstellung nichts dem Zufall. In ersten Pilotprojekten, darunter mit einer deutschen Großbank, wurde die Anbindung inklusive aller Prozesse – bis hin zum Vorgang einer möglicherweise notwendigen Entstörung – bereits erfolgreich abgeschlossen. In Last- und Stress-Tests wurde die Zuverlässigkeit aller Übertragungswege auf Netzwerkebene ausführlich geprüft. Darüber hinaus dienen standardisierte Applikationstests zur Überprüfung wie sich die unterschiedlichen Services vor Ort durch den Kunden umsetzen lassen. Dazu gehört, so Stefan Breschinski, „zum Beispiel die Frage, ob das komplexe Routing der Freigaben von Kartenzahlungen zwischen allen beteiligten Partnern der Finanzwirtschaft und des Handels rund um die Uhr funktioniert“. Im Ergebnis ist der Projektleiter „mit der Qualität des Extranets bislang hoch zufrieden, unsere Aufgabe ist es nun, in den kommenden Monaten kontinuierlich weitere Kunden anzubinden.“

Von vornherein war geplant, dass die neue Technologie keine Zwischenlösung darstellt, sondern ein dauerhaftes Investment. So kann beispielsweise die Umstellung auf IP-Telefonie in Zukunft bei Bedarf vorgenommen werden und zwar, so Projektleiter Breschinski, „genau zu dem Zeitpunkt, zu dem unsere Kunden dazu bereit sind.“ So individuell wie das Tempo bei der Umstellung auf das SIPNET genannte Extranet ist auch die Nachfrage in Bezug auf die unterschiedlichen Mehrwert- Services, die von BV Zahlungssysteme entwickelt werden. Stefan Breschinski führt aus: „Während die großen Bankinstitute über eigene, große IT-Abteilungen verfügen, sind es vor allem die kleineren Kunden, die durch den Rückgriff auf unsere zusätzlichen Serviceleistungen profitieren. Wir bieten bereits heute eine ganze Reihe unterschiedlicher Anwendungen, die wir über das Extranet jetzt auch gebündelt und sicherer zur Verfügung stellen können. Die neue Kommunikationsplattform ist für uns zudem die technologische Grundlage, für weitere, künftig noch zu entwickelnde Angebote.“ Die Entscheidung, welche inhaltliche Ausformung die jeweiligen Angebote haben können, klärt BV Zahlungssysteme parallel dazu im offenen Dialog mit ihren Kunden – so etwa in Form von Fragebogenaktionen.

Der Kundennutzen

„Unser neues Extranet erfüllt unsere Erwartungen, die ersten Pilotprojekte mit den Kunden haben uns bisher überzeugt“, erklärt Projektleiter Breschinski. Beispielsweise die Option zur Priorisierung von Daten, die MPLS bietet, ist eine optimale Basis dafür, dass die Vielzahl der IP-basierten Dienstleistungen der BV Zahlungssysteme wie Kartenautorisierung, Online-Banking oder auch Nachforschungsaufträge über Belege im Zahlungsverkehr sowie weiterer Datenaustausch die jeweiligen Kunden ohne Zeitverlust erreichen. So erhalten zum Beispiel die Daten von geschäftskritischen Applikationen wie etwa der Autorisierung von Zahlungen Vorrang vor weniger zeitkritischen Anwendungen wie dem Austausch elektronischer Schlüssel oder Dateien.

Stefan Breschinski nennt noch einen weiteren, branchenspezifischen Vorteil der neuen Anbindung: „Aufgrund der durch SEPA, das zur Zeit in der Umsetzung befindliche Projekt eines vereinheitlichten Euro- Zahlungsverkehrsraums, gegebenen Bestimmungen, ändert sich sukzessive auch der Nachrichtentypus bei Zahlungen: Er trägt mehr Informationen, wird künftig also mehr Leitungskapazität zur Übertragung benötigen.“ Bei Datenleitungen, die auf älteren, verbrauchsabhängigen Standards basieren, wachsen Zeit- und Kostenaufwand für die Übertragung mit steigendem Datenvolumen. Bei der Übertragung per BT MPLS dagegen reduzieren sich die Kosten aufgrund der Abrechnung per definierter Flatrate spürbar. Der Geschäftsbereichsleiter kalkuliert: „Banken, die unsere Dienste nutzen möchten, müssen zwar nach wie vor selbst für die Anbindung ihrer Anwendungen Sorge tragen. Mit BT MPLS finden sie heute aber eine ideale technologische Grundlage für die Transaktionsübertragung vor, die ihnen unserer Schätzung nach schon kurzfristig ein Kosteneinsparungspotenzial von bis zu 50 % im Vergleich zum früheren Abrechnungsaufwand bringt.“

Core services

  • BT MPLS Extranet
  • Finanzmarktspezifische Beratungsleistungen

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