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BT-Studie: Deutschland unter den Top-5 der weltweit beliebtesten Wirtschaftsstandorte

(03. November 2014)

Digitale Infrastruktur eines Landes ist ein wesentlicher Faktor für die Investitionsentscheidung

Deutschland ist eines der beliebtesten Ziele für Unternehmen, die international expandieren wollen. Laut „The Art of Connecting Global Business“, einer internationalen Erhebung von BT, ist die Bundesrepublik der zweibegehrteste Markt in Europa und die Nummer 5 weltweit. Gefragt wurden 1150 Top-Manager in 13 Ländern und Regionen, welche Standorte für eine Expansion ihres Unternehmens in Frage kommen.

Die Globalisierung steht weiterhin ganz oben auf der Agenda der Unternehmen. So gaben 80 Prozent der befragten Manager aus mittleren (mehr als 100 Mitarbeiter) und großen Unternehmen an, dass die Expansion ihres Unternehmens in andere Länder für ihren Geschäftserfolg unabdingbar ist. In Deutschland teilten 82 Prozent der Befragten diese Ansicht, China ist dabei ihr bevorzugtes Ziel: 39 Prozent der deutschen Manager halten es für „höchst erstrebenswert“, im Reich der Mitte vertreten zu sein. Neben China sind Hongkong (32 Prozent) und die USA (31 Prozent) besonders beliebt.

Für China oder die USA sprechen aus Sicht der deutschen Manager vor allem die potenzielle Kundenbasis und das durchschnittlich verfügbare Einkommen der Bevölkerung; Hongkong bezieht für die deutschen Manager seine Attraktivität vor allem aus seiner Steuergesetzgebung und Regulierung (Governance).

Die Studie zeigt: Trotz der großen Popularität der BRICS-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) sowie der MINT-Staaten (Mexiko, Indonesien, Nigeria, Türkei) gehören die etablierten Industrieländer zu den attraktivsten Zielen: Die Manager bezeichneten die USA (33 Prozent), Großbritannien (30 Prozent), China (29 Prozent), Hongkong (27 Prozent) und Deutschland (26 Prozent) weltweit als die begehrtesten Märkte für expandierende Unternehmen.

Nach Hindernissen bei der Durchführung der Expansionspläne gefragt, sahen die Verantwortlichen die größten Schwierigkeiten darin, dass die technologischen Fähigkeiten ihres Unternehmens nicht genügen, um die Expansionsziele zu erreichen. Dieser Ansicht waren 37 Prozent aller Befragten. Weitere Hinderungsgründe sind personelle Probleme (31 Prozent) und die Logistik (30 Prozent).

Für 60 Prozent der befragten Manager ist die Qualität der Kommunikations-Infrastruktur ein wichtiges Entscheidungs-kriterium bei der Auswahl des Landes, in das expandiert wird. Und sogar mehr als 90 Prozent aller Befragten sagten, dass eine gute digitale Infrastruktur – wie z.B. flächendeckend verfügbares, schnelles Internet – ein Land bzw. eine Region als mögliches Expansionsziel wesentlich attraktiver macht. So gaben über die Hälfte (56 Prozent) der deutschen Umfrageteilnehmer an, dass die bestehende digitale Infrastruktur bereits einmal ein Hindernis für ihre geplante Expansion in ein Land dargestellt habe.

Und auch im eigenen Land sehen die deutschen Manager noch Aufholbedarf. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) derjenigen Befragten, die in Deutschland eine flächendeckende Versorgung mit Hochgeschwindigkeits-Internet vermissen, sind der Meinung, dass die Regierung mehr in die bundesweite Verfügbarkeit von Breitband-Internet-Zugängen investieren sollte; 40 Prozent sind der Ansicht, dass höhere Bandbreiten verfügbar sein müssen.

„Überall auf der Welt setzen Unternehmen auf internationales Wachstum, um ihre Geschäftsziele zu erreichen“, sagte Nina Wegner, CEO von BT Germany. „Und es sind nicht mehr nur Unternehmen aus Europa und den USA, die in die BRICS-Staaten expandieren. Heutzutage streben Firmen aus China, Indien und Brasilien in die etablierten Industrieländer. Die Studie zeigt, dass eine zeitgemäße Digital-Infrastruktur bei der internationalen Expansion eine entscheidende Rolle spielt. Viele Unternehmen sind allerdings nicht mit den Kommunikations- und IT-Netzwerken ausgestattet, die sie bräuchten, um erfolgreich zu sein. Netzwerke können Unternehmen dabei unterstützen, ihr Geschäft zu orchestrieren, Menschen und deren Know-how zusammenzubringen, um so gemeinsam Probleme zu lösen. Sie helfen, Chancen zu erkennen und außergewöhnliche Geschäftsergebnisse zu erzielen.“

Über die Studie

Für die Studie führten die Marktforscher von Vanson Bourne Interviews mit 1150 Top-Managern von Unternehmen aus Brasilien, den Benelux-Staaten, China, Hongkong, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Singapur, Spanien, Südafrika, den USA sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Weitere Ergebnisse der Studie

  • Für China und die USA sprechen aus Sicht der deutschen Manager vor allem die potenzielle Kundenbasis (für China: 37 Prozent, für die USA: 33 Prozent) und das durchschnittlich verfügbare Einkommen der Bevölkerung (für China: 30, für die USA: 29 Prozent). Hongkong bezieht für die deutschen Manager seine Attraktivität vor allem aus seiner Steuergesetzgebung und Regulierung (Governance) sowie aus der potenziellen Kundenbasis.
  • 53 Prozent der deutschen Entscheider glauben, dass die potenzielle Kundenbasis einen wichtigen Faktor bei der Expansion darstellt.
  • Die wichtigsten Gründe, die aus Sicht der internationalen Entscheider für Deutschland sprechen, sind das verfügbare Einkommen der Bevölkerung (35%), die Stärke der lokalen Zulieferer (35%) sowie die potenzielle Kundenbasis (33%).
  • Während 82 Prozent der deutschen Befragten erklärten, dass die Expansion in andere Märkte essentiell für ihren geschäftlichen Erfolg sei, ist die Zustimmung in einigen der BRICS-Staaten sogar noch wesentlich höher: in Brasilien 84%, Indien 88%, China 97%.
  • Nach Meinung der internationalen Manager verfügt Deutschland über eine überdurchschnittlich gute digitale Infrastruktur. So bezeichneten 48 Prozent aller Befragten die Bundesrepublik als „Digital First“-Land. Damit liegt Deutschland im Ländervergleich auf Platz 3.

Pressekontakt

Boris Kaapke
Pressesprecher BT Germany, Austria, Switzerland & CEE
Tel. +49 89 2600 8295
E-Mail: boris.kaapke@bt.com

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The Art of Connecting global business

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Executive Summary der Studie (Englisch)

The Art of Connecting global business

PDF - 171 KB

Executive Summary mit deutschen Ergebnissen